Das Haus Obentraut

Der Namenstifter für das Haus Obentraut war Hans Michael Elias von Obentraut, auch der Deutsche Michel genannt. Er und sein Vater, ein kurpfälzischer Amtmann, residierten bis 1610 auf der Stromburg zu Stromberg. Nach einem abgebrochenen Studium der Rechtswissenschaften wurde er Soldat. Seine Tapferkeit bewies er im Dreißigjährigen Krieg, als Generalleutnant der dänischen Truppen. Am 25. Oktober 1625 fiel er in der Schlacht bei Seelze gegen Tillys Truppen.

Am 23. Dezember 1894 wurde das Haus Obentraut als evangelisches Krankenhaus und Kleinkinderschule eingeweiht. Träger war die evangelische Kirchengemeinde. Der Name Haus Obentraut erschien erstmals 1931 in den Kirchenakten. Als nach dem Ersten Weltkrieg das Haus in finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurde es 1925 an die evangelische Frauenhilfe im Rheinland verpachtet. Aus dem ehemaligen Kindererholungsheim wurde 1932 ein Erholungsheim für Mütter mit angebundener Betreuung derer Kinder.

1942 wurde das Haus unter Zwang der Hitlerjugend an den Jugendherbergsverband verkauft. Es diente erst als Wehrertüchtigungslager, später als Lazarett. Danach wurde das Haus Obentraut  von den einmarschierten französischen Truppen übernommen und hatte denselbigen Nutzen als Hospital.

 

1971 erwarb das Ehepaar Wicküler das Haus Obentraut und wandelte es zu einem Alten- und Pflegeheim um. Über die Jahre waren viele Umbauten und Renovierungsarbeiten nötig.

 

Im neuen Jahrhundert starteten die Bauarbeiten für eine Erweiterung des Hauses. Ein modernes Wohn- und Versorgungsumfeld für Senioren wurde im Frühjahr 2001 eröffnet.

 

Die Einrichtung ist seit 1971 unter privater Trägerschaft und ist Mitglied im bpa-Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.


Haus Obentraut "Moderne Altenpflege - wir gehen mit der Zeit und mit Ihnen"